Die eiskalte Antwort auf Sushi


Dieses Eis ist derzeit in Berlin der letzte
Schrei. Und gerade bei der Hitze der vergangenen Wochen
ein absoluter Verkaufsschlager. Im Stadtteil Prenzlauer Berg wird echtes japanisches
Eis serviert. Im Tenzan Lab wird das Eis von geschulten
Händen von einem Eisblock geschabt. So werden Flocken gewonnen, die an Schnee
erinnern. Der Geschmack des Eises kommt von verschiedenen
Sirups, die über das geschabte Eis gegossen werden. Das fertige Eis hat die Form eines Berges
und soll himmlisch schmecken. Tenzan kann man mit Himmelsberg übersetzen. Die Herstellung des sogenannten Kakigori-Eis
ist gar nicht so einfach, sagt der Inhaber des Tenzan Lab, Stjepan Klein: “Es ist wichtig halt, wie schnell man dreht,
wie gut man die Klinge einstellt und wie das Eis geraspelt rauskommt. Dann darf das nicht zu kompakt sein. Es darf nicht zu pulverig sein. Es muss immer luftig, leicht bleiben, wie
ich schon sagte, wie frisch gefallener Schnee. Dann muss man die Soßen drauf verteilen. Es darf nicht an einer Stelle zu viel Soße
sein. Es muss in verschiedenen Schichten immer wieder,
so dass dieses Wasser-Eis auch diese Süße und der Geschmack gut verteilt ist.” Die Sirup-Sorten, die über das geschabte
Eis gegossen werden, werden alle im Tenzan Lab selbst hergestellt, von Hand, versteht
sich. Von Hand werden auch die Sojabohnen geschält,
die wichtiger Bestandteil der verschieden Toppings sind. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und kommt
offenbar auch geschmacklich gut an. “Es ist einfach mega-leicht. Das ist interessant. Und, ja, mit dem Sirup. Also, wir hatten Mango, Ananas und Matcha. Und der Geschmack ist wirklich das, was drauf
steht. Also, es ist sehr intensiv im Geschmack. Es ist angenehm.” Ursprünglich wurde japanisches Quellwasser
aus den Bergen für die Eisproduktion benutzt. In Berlin wird dagegen das Wasser gereinigt
und von allen Gasen wie Sauerstoff und Stickstoff befreit und anschließend über vier Tage
lang gefroren. Wer sich das japanische Eis schmecken lassen
will, muss etwas tiefer ins Portemonnaie greifen. Eine Portion kostet zwischen sieben und neun
Euro.

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